MSC Preussen Magdeburg II – SSV Besiegdas 03 II 3:1 (1:0) 29.09.2018 12.30Uhr

Zunächst: Mea culpa! Mit Julius im vietnamesischen Exil sowie einer krankheits- und urlaubsbedingten Auszeit meinerseits ließen die folgenden Zeilen doch etwas auf sich warten. Dafür nun in gewohnter Manier eine kleine Nachbetrachtung durch die grün-gelbe Vereinsbrille auf das Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des MSC Preussen.

 

Bei abermals bestem Fußballwetter galt es die noch ungeschlagenen Gastgeber in der Bodestraße herauszufordern. Mit Geburtstagskind Robert „Magic“ Scharping im Sturm und der aus Stadtligazeiten nur allzu vertrauten Abwesenheit des Linienrichtergespannes hätten die Vorzeichen für die betram‘schen Goldmänner eigentlich nicht besser sein können. Ja, aber leider auch nur eigentlich, mussten sich kurzfristig vor Spielbeginn noch Sascha „grobe Kelle“ Meyer und Ulle „Strichi“ Krüger krankheitsbedingt abmelden. Als Ersatz konnte jedoch niemand geringeres als Enrico „mein erster Verein war der erste Verein“ Möhler überredet werden, sich noch einmal in den Dienst der Mannschaft zu stellen!

 

Das Spiel – 1. Halbzeit:

Die erste nennenswerte Aktion im Spiel gehörte den Gastgebern, die in der 5. Minute einen Freistoß kurz ausführen und den Ball in Richtung des langen Pfostens schippen. Die Direktabnahme aus spitzem Winkel zischte zum Glück aber nur an die Latte und anschließend ins Toraus. Was nun in den vergangen Spielberichten ausführlich an Spielszenen für Besiegdas geschildert werden konnte, lässt sich für das Spiel gegen die Preussen leider kurz zusammenfassen: Preussen macht das Spiel und ist die klar dominierende Mannschaft auf dem Platz. Zweikämpfe werden (wenn überhaupt) nur halbherzig geführt oder verloren. Ein eigener Spielaufbau kommt nicht zustande und man steht tief in der eigenen Hälfte, um das schnelle und gezielte (flache) Angriffsspiel über die Außen der Preussen zu unterbinden. Zu unserem Glück und wohl aufgrund der preußischen Tugend, den Ball besonders gründlich und genau ins gegnerische Tor zu begleiten, verpassten es aber auch die Gastgeber konsequent zu zwingenden Chancen und Torabschlüssen zu kommen. So hatte sogar Besiegdas in der 10. Minute die Möglichkeit aus einem 4:3-Überzahlspiel zu einem Torabschluss zu kommen. Max, mit Ball am Fuß und Zug zum Tor, entschied sich aber gegen einen Pass zu einem seiner mitlaufenden Mannen und brachte mit einem ungefährlichen Rückpass erstmals auch den MSC-Torhüter ins Spiel. In der 26. Minute ist es dann erneut ein Konter, der auf der rechten Seite durch einen Ballgewinn von Martin W. eingeläutet wird und in einem 2:1-Überzahlspiel vor dem gegnerischen Tor endet. Doch anstatt den Ball quer zu Johannes zu legen, macht es Martin Max gleich und verpasst leider das Abspiel. In der 40. Minute waren es dann die Preussen, die nach einer Ecke auf den langen Pfosten blank stehen und nur einnicken brauchen. Unnötige, aber keinesfalls unverdiente, 1:0-Führung für die Gastgeber. So geht man leider aufgrund eines Standards der bis dahin zwar spielstarken, aber abschlussschwachen Gastgeber mit einem Rückstand in die Pause.

 

Das Spiel – 2. Halbzeit:

Aufgrund der preussischen Dominanz zwischen den Ketten, delegierte KG zu Beginn der zweiten Halbzeit Robert vom Sturm vor die Viererkette um die Räume zwischen Abwehr und Mittelfeld zu verdichten, um einen besseren Zugriff auf das Angriffsspiel der Preussen zu bekommen. Zusätzlich zur Umstellung sollte Robert seinen Gegenspieler in Manndeckung nehmen. Dass dies leider nicht den erhofften Erfolg brachte, zeigten die beiden noch folgenden Gegentore zum 2:0 (53. Minute) und 3:0 (62. Minute), die beide als absolutes Ebenbild von Alexander Daul vorbereitet und schließlich von Roberts Gegenmann Moustafa Ousman Nouhoum sicher verwandelt wurden (Ja Robert, du bist halt nicht mehr der Jüngste und Schnelligkeit wäre wohl noch nicht einmal dein zehnter Vorname ;-)). In der Folge flachte das Spiel etwas ab, ohne aber an Härte zu verlieren. Nachdem in der ersten Halbzeit die beiden Konter noch schlecht ausgespielt wurden, machte Besiegdas es nun im zweiten Abschnitt besser. In der 80. Minute ist es dann soweit: Nachdem sich Sperle auf der rechten Seite gut gegen zwei Mann durchsetzen kann, bedient er Martin W., der mit vollem Zug zum Tor und frustbeladen dem Torhüter keine Chance lässt und den Ball sicher einschweißt. Erst mit dem Anschlusstreffer zum 3:1 scheint Besiegdas im Spiel angekommen zu sein und wird fortan mutiger im eigenen Spielaufbau. Es folgen schöne Angriffe über die Außen und einem Kopfball von Sperle knapp am Tor vorbei (88. Minute). Doch ehe man sich versah und die zweite Luft Früchte tragen konnte, ertönte der Schlusspfiff, des, das kann man auch einmal anmerken, souveränen Schiris.

 

Fazit:

Auffällige, fast schon gespenstische Stille in den eigenen Reihen. Dazu das absolute Gegenbild auf Seiten der Preussen, die nahezu jeden Pass und jede Aktion kommentieren. In der Hoffnung, dass man sich hiervon eine Scheibe (naja vermutlich würde auch ein Scheibchen erst einmal reichen) abschneidet und an die letzten zehn Minuten anknüpft, sollten die nächsten Punkte nicht lange auf sich warten lassen (Anm. w.z.b.w. ;-)). Hatcho hat es mit seinen Worten zum Spiel wohl ziemlich gut auf den Punkt gebracht: „Die Summe der gewonnenen Zweikämpfe entscheidet das Spiel!“. In diesem Sinne: Glückwunsch MSC Preussen, verdient gewonnen.

DANKE RICO!

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