SSV Besiegdas 03 II – Germania Olvenstedt II 2:1 (0:0) 22.09.2018 12.30Uhr

Da samstags nicht nur in der Stadtoberliga die Töppen geschnürt werden, war Berti leider arbeitstechnisch in Wolfsburg gebunden, sodass KG (gerade noch im OP-Hemd – schon im grün-gelben Dress) die Truppe von der Seitenlinie aus allein führen musste. Heutiger Gast war die Zweitvertretung der Germania aus Olvenstedt. Bei angenehmen Temperaturen galt es die in der Vorwoche noch unnötig in Fermersleben liegengelassenen Punkte nun am Gübser Weg einzusacken. Damit dies auch gelingen konnte, mussten insbesondere die Fehler im Torabschluss abgestellt werden. Da Fußball bekanntermaßen ein Ergebnissport ist, interessiert es leider niemanden wie schön man gespielt hat, wenn am Ende nichts Zählbares auf dem Zettel steht. So begann zur besten Mittagszeit bei angenehmen Temperaturen die Jagd nach den ersten drei Punkten dieser Saison.

 

Das Spiel – 1. Halbzeit:

Wie schon in der Vorwoche erwischten die grün-gelben einen guten Start und waren von Beginn an die bessere Mannschaft. Nach einer gefälligen Passstafette stand Christoph bereits nach 40 Sekunden erstmals in aussichtsreicher Position allein vorm Tor, konnte aber im letzten Moment von einem Gegenspieler noch so gestört werden, dass der flache Torabschluss aus ca. 16m knapp am rechten Pfosten vorbeiging. Nach der anfänglichen Drangphase der Hausherren entwickelte sich allmählich ein ausgeglichenes Spiel, bei welchem keine Mannschaft sich wirklich zwingende Torchancen erarbeiten konnte. Das Spielgeschehen verlagerte sich immer mehr ins Mittelfeld, wobei Besiegdas jedoch noch immer überlegen, aber nicht wirklich zwingend bis vor das Tor, aufdribbelte. Rouven als Dreh- und Angelpunkt in der neuformierten Viererkette verteilte die Bälle gut und suchte immer wieder die Außen mit langen Bällen. Bei ebengenannter Suche wurde es aber in der gesamten Partie das ein oder andere Mal gefährlich, wenn die Gäste aus der (dem Football-Interessierten bekannten) sogenannten „Blind Side“ kamen und versuchten die Schüsse zu blocken. Hier merkte man, dass insbesondere der häufige Kritikpunkt der Kommunikation nicht zu Unrecht immer wieder angesprochen wird. In der 9. Minute sorgte dann Germania selbst für die zweite gefährliche Aktion auf das eigene Tor. Der Versuch eines langen Befreiungsschlages vom eigenen 16er rutschte über den Schlappen und wurde zur scharf angeschnittenen Bogenlampe in Richtung des eigenen Gehäuses. Der Ball senkte sich gut 50 cm hinter dem Lattenkreuz. Den hätte man fast nicht schöner schießen können. In der 15. Minute ist es dann Benni, der aus der 2. Reihe aus knapp 20m abzieht. Der Ball wird noch abgefälscht und geht wieder knapp rechts am Tor vorbei. In der 30. Minute ist es dann Jannis, der das Spiel nach einem abgefangenen Freistoß schnell machen möchte. Der weite Abschlag gewinnt aber eher an Höhe als an Weite, sodass das Spielgerät erst nach einer gefühlten Ewigkeit und schneebedeckt wieder auf den Boden findet. In der 34. Minute spitzelt Christoph einen Ball perfekt in die Schnittstelle und somit in den Lauf für Daniel. Der nutzt seine Geschwindigkeit und zieht in den 16er bis an die Grundlinie. Die mustergültige flache Hereingabe findet dann aber leider keinen Abnehmer. Kurz vor der Halbzeit dreht Besiegdas dann noch einmal auf und wird gefährlicher. Zuerst köpft Rouven in der 41. Minute nach schöner Ecke von René knapp am langen Pfosten vorbei, ehe in der 44. Minute Daniel über links geht und die hereingebrachte Flanke nur um mm einen der heraneilenden Köpfe verfehlt. So geht es torlos in die Halbzeitpause. KG, der sich reichlich Notizen machte, sammelte seine Mannen um sich, um die Marschrichtung für die zweite Halbzeit vorzugeben. Mittlerweile durfte auch der letzte bemerkt und verinnerlicht haben, dass an diesem Tag durchaus was zu holen sein dürfte, auch wenn die zwingenden Torchancen im Gegensatz zur Vorwoche noch ausblieben. Ehe es in die zweiten 45 Minuten ging, heizte Rouven seinen Mannen mit den Worten: „Wir haben jetzt Rückenwind und den Rücken in der Sonne“ noch einmal tatkräftig ein.

 

Das Spiel – 2. Halbzeit:

Das Spielgeschehen wurde in den ersten Minuten von Fehlpässen und unnötigen Dribblings, die zu Ballverlusten führten, bestimmt. Es entwickelte sich auf beiden Seiten ein recht zerfahrenes Spiel, da man zunächst nicht an die Leistungen aus dem ersten Abschnitt anknüpfen konnte. In dieser Phase des Spiels ist nur Reservist Felix für seinen großen Einsatz hervorzuheben, da er unermüdlich die teils abenteuerlich geklärten Bälle aus den angrenzenden Grünflächen zusammensuchte. Bilanz: Knapp 90% Ballbesitz und mehr Laufarbeit als auf dem Rasen! Die Gäste kamen indes immer wieder bei Standards gefährlich vor unser Tor, zwingende Chancen blieben aber auch hier Fehlanzeige. So ist es Denny, der in der 55. Minute dann ein Erbarmen mit der vom Rumpelfußball geplagten Zuschauerschaft hat und aus ca. 20m Maß nimmt und einen schönen Schuss in Richtung des oberen rechten Knicks ablässt. Leider erlag der Schuss (mangels Schärfe) seiner Schönheit, sodass der Torhüter sicher zugreifen konnte. Fortan wurde das Spiel aber zumindest wieder etwas flüssiger und man konnte in Teilen wieder an die erste Hälfte anknüpfen. Aus einer Einwurfflanke von Benni in der 62. Minute resultierte die nächste Großchance, als im Gewühl im 5m-Raum weder Denny, Daniel noch Node den Ball im gegnerischen Tor unterbringen konnten. In der 67. Minute zeigte KG sein goldenes Händchen, da der erst vier Minuten zuvor für Denny eingewechselte Robert nach schöner Vorarbeit von Christoph auf der rechten Seite die flache Hereingabe sicher im Tor verwandeln konnte. Nur Sekunden später ist es dann Christoph selbst, der nach schöner Vorarbeit von René (Pass in die Tiefe auf Linksaußen) und Node (flache Hereingabe in Richtung 5m-Raum) den Ball um mm verpasst. Fünf Minuten später macht es aber Christoph aka „Magneto“ besser und saugt wie ein vorzeige Vorwerk-Modell den Ball mit der Brust an und schippt diesen über die Abwehr. Am langen Pfosten erläuft Node den Ball mit Zug zum Tor und haut diesen ansatzlos wie Ralfs Frisur in die Maschen. In der 78. Minute kommt dann Till für Krügi ins Spiel. In der 80. Minute ist es erneut Node, der sich auf der linken Seite gut durchsetzen kann und in der Mitte versucht Robert zu bedienen. Der kommt aber nur noch gerade so an den Ball und streichelt den Ball folglich ins Toraus. Leider hat er dabei den Torhüter wohl nicht nur gestreichelt, sodass das Spiel kurz pausiert werden musste. Da keine Absicht zu erkennen war, ging das Spiel sodann auch ohne Groll und mit Handshake weiter. Christoph durfte sich dann noch in der 87. Minute den wohlverdienten Applaus von den Rängen abholen und KG brachte für die Schlussminuten Tobias. Der Schlusssatz dieser Partie gehört jedoch den Gästen, die nach dem Rückstand noch einmal mehr investierten und so auch in der 90. Minute gefährlich im Strafraum auftauchten. (Da Daniel wohl schon wusste, dass der Sieg nur noch schwer zu nehmen sein wird, entschloss er sich mannschaftsdienstlich zu verhalten und die nächste Kiste bereitwillig zu übernehmen.) Der Klärungsversuch von Daniel endete mit einem Pfiff des Unparteiischen und einem Fingerzeig in Richtung Elfmeterpunkt. Der Strafstoß wurde sicher verwandelt und das Spiel nicht wieder angepfiffen. Ende, es war geschafft – die ersten drei Punkte der Saison!

 

Fazit:

Es besteht noch immer Verbesserungsbedarf im eigenen Abschluss und der Kommunikation.

 

ABER: 3 Punkte!!!

Ihre Daten werden nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung Ihrer Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.